Geburtstermin berechnen: Schwangerschaftsrechner nach der Naegele-Regel
Der Schwangerschaftsrechner bestimmt den voraussichtlichen Geburtstermin (ET) nach der Naegele-Regel. Sie wählen die Methode: aus dem ersten Tag der letzten Periode mit Zykluslänge oder aus einem bekannten Zeugungs- beziehungsweise Eisprungdatum. Der Rechner zeigt zusätzlich die aktuelle Schwangerschaftswoche und die Grenzen der drei Trimester. Alle Angaben sind voraussichtliche Näherungswerte.
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So berechnet der Schwangerschaftsrechner den Geburtstermin
Der Rechner zählt vom ersten Tag der letzten Periode 280 Tage (40 Wochen) bis zum errechneten Termin. Das ist die exakte Form der Naegele-Regel, die klassisch als „drei Monate zurück, sieben Tage und ein Jahr vor“ formuliert wird; beide Wege treffen denselben Termin auf wenige Tage genau. Die 280 Tage setzen sich aus den durchschnittlich 266 Tagen von der Befruchtung bis zur Geburt und den rund 14 Tagen zwischen Periodenbeginn und Eisprung zusammen.
Bei einer von 28 Tagen abweichenden Zykluslänge verschiebt die erweiterte Naegele-Regel den Termin um die Differenz: Ein längerer Zyklus rückt den Eisprung – und damit den Termin – nach hinten, ein kürzerer nach vorn. Wählen Sie statt der Periode das Zeugungs- oder Eisprungdatum, rechnet der Rechner 266 Tage hinzu; beim 28-Tage-Zyklus führt das auf denselben Termin.
Aus dem errechneten Termin leitet der Rechner die aktuelle Schwangerschaftswoche ab und nennt die Grenzen der Trimester. Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kommen nur die wenigsten Kinder genau am Termin zur Welt; rund 90 Prozent werden in den zwei Wochen davor und danach geboren. Der ärztlich per Ultraschall festgelegte Termin bleibt maßgeblich und kann abweichen.
Beispiel: letzte Periode am 02.03.2026
Eine letzte Periode am Montag, 02.03.2026 und ein Zyklus von 28 Tagen ergeben einen errechneten Termin am Montag, 07.12.2026. Über das Zeugungsdatum gerechnet – im Beispiel der Eisprung am 16.03.2026 plus 266 Tage – kommt mit dem 07.12.2026 derselbe Termin heraus:
| Errechneter Geburtstermin (ET) | Montag, 07.12.2026 |
|---|---|
| Wahrscheinlicher Zeitraum (ET ± 2 Wochen) | 23.11.2026 – 21.12.2026 |
| Beginn 2. Trimester (13. SSW) | Montag, 25.05.2026 |
| Beginn 3. Trimester (28. SSW) | Montag, 07.09.2026 |
Häufige Fragen zum Geburtstermin
Wie genau ist der errechnete Geburtstermin?
Der errechnete Termin ist ein statistischer Mittelwert, kein festes Datum. Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kommen nur die wenigsten Kinder genau am errechneten Termin zur Welt; rund 90 Prozent werden in den zwei Wochen vor und nach dem Termin geboren. Der Rechner weist dieses Zwei-Wochen-Fenster mit aus.
Was ändert der per Ultraschall festgelegte Termin?
Der ärztlich per Ultraschall bestimmte Termin ist maßgeblich und kann vom errechneten abweichen. In der Frühschwangerschaft lässt sich aus der Größe des Embryos das Schwangerschaftsalter genau bestimmen; weicht es vom Kalender ab, korrigiert die Ärztin oder der Arzt den Termin im Mutterpass. Der hier berechnete Termin dient nur der ersten Orientierung.
Warum zählt die Schwangerschaft ab der letzten Periode und nicht ab der Zeugung?
Die Schwangerschaft wird ab dem ersten Tag der letzten Periode gezählt, weil dieser Tag bekannt ist, der genaue Zeugungstag dagegen meist nicht. Von der Befruchtung bis zur Geburt vergehen im Mittel 266 Tage; weil die Befruchtung etwa zwei Wochen nach dem Periodenbeginn liegt, verlängert sich die rechnerische Dauer auf 280 Tage (40 Wochen). Diese Zählweise heißt „post menstruationem“.
Wie funktioniert die Naegele-Regel?
Die Naegele-Regel rechnet vom ersten Tag der letzten Periode drei Monate zurück und addiert sieben Tage und ein Jahr. Beim 28-Tage-Zyklus entspricht das genau 280 Tagen. Bei einem kürzeren oder längeren Zyklus verschiebt die erweiterte Naegele-Regel den Termin um die Abweichung von 28 Tagen, weil der Eisprung dann früher oder später liegt.
Verschiebt eine andere Zykluslänge den Termin?
Ja, eine von 28 Tagen abweichende Zykluslänge verschiebt den errechneten Termin. Bei einem 35-Tage-Zyklus liegt der Eisprung rund eine Woche später, der Termin verschiebt sich um sieben Tage nach hinten; bei einem 21-Tage-Zyklus um eine Woche nach vorn. Der Rechner berücksichtigt das, sobald Sie die Zykluslänge eintragen.
In welcher Schwangerschaftswoche bin ich heute?
Die aktuelle Schwangerschaftswoche zeigt der Rechner unter dem Termin in der Schreibweise „X+T“ an – vollendete Wochen plus Tage. Wie genau diese Notation gemeint ist und worin sie sich von der laufenden „Y. SSW“ unterscheidet, rechnet der SSW-Rechner im Detail aus (siehe verwandte Rechner).
Begriffe rund um den Geburtstermin
- Errechneter Geburtstermin (ET)
- Der errechnete Geburtstermin ist der statistisch ermittelte Termin 280 Tage nach dem ersten Tag der letzten Periode. Er ist ein Mittelwert, kein festes Geburtsdatum.
- Naegele-Regel
- Die Naegele-Regel ist die Formel zur Bestimmung des Geburtstermins: erster Tag der letzten Periode minus drei Monate, plus sieben Tage und ein Jahr. Die erweiterte Form berücksichtigt zusätzlich die Zykluslänge.
- Schwangerschaftswoche (SSW)
- Die Schwangerschaftswoche gibt den Stand der Schwangerschaft ab dem ersten Tag der letzten Periode an, geschrieben als „X+T“ – vollendete Wochen plus Tage.
- Trimester
- Ein Trimester ist eines der drei Schwangerschaftsdrittel. Das erste reicht bis zur 12. SSW, das zweite ab der 13., das dritte ab der 28. SSW bis zur Geburt.
Verwandte Rechner
- SSW-Rechner Rechnet die aktuelle Schwangerschaftswoche in beiden Schreibweisen aus und erklärt den Unterschied zwischen „11+3“ und der 12. SSW.
- Mutterschutzrechner Aus dem errechneten Termin die Schutzfristen vor und nach der Geburt – sechs Wochen vor dem Termin bis acht oder zwölf Wochen danach.
- Eisprungrechner Bestimmt aus letzter Periode und Zykluslänge den Eisprung und die fruchtbaren Tage – der Schritt vor der Schwangerschaft.
- Alle Rechner Übersicht aller verfügbaren Rechner auf der Startseite.
Der Schwangerschaftsrechner bestimmt den Termin schematisch nach der Naegele-Regel (280 Tage). Die Ergebnisse sind voraussichtliche Näherungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine ärztliche Beratung. Maßgeblich ist der ärztlich – in der Regel per Ultraschall – festgelegte Termin.